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Veranstaltungen

Not lehrt (nicht) beten !

Ergebnisse und Konsequenzen einer aktuellen empirischen Studie

Mittwoch, 15.02.2017, 11.00 (s.t.) - 14.00 Uhr

Ort: AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS, Konferenzzentrum (Haus F), Wilhelm-Epstein-Str. 4, 60431 Frankfurt/M.

In seiner wissenschaftlichen Untersuchung ging Univ.-Prof. Gereon Heuft der Frage nach, ob Menschen durch körperliche oder psychische Not „religiöser“ werden. Nein, sie werden nicht religiöser, so das Ergebnis seiner Studie.

Als Direktor der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie der Universitätsklinik Münster hilft Univ.-Prof. Gereon Heuft Patienten täglich bei der Bewältigung ihrer meist gravierenden Probleme. Der Forscher befragte rund 1.300 Patienten und verglich die Antworten mit einer repräsentativen Bevölkerungsstichprobe. Das überraschende Ergebnis der interdisziplinären Studie: Von den Patienten wird lediglich etwas häufiger bejaht, dass religiöse Fragen eine stärkere Rolle spielen können. Entgegen dem bekannten Sprichwort lehrt Not somit nicht unbedingt „beten“, sondern Not lehrt vielmehr „suchen“.

„Religiöse Einstellungen können für unsere Patienten eine Ressource  sein – genauso aber können sie aus der Lebensgeschichte heraus zum Problem werden. Umgekehrt sind auch manche nicht religiös gebundene Patienten an religiösen Fragen interessiert“,

erläutert Univ.-Prof. Heuft. Dieses Ergebnis sollte zu einem kritischen Überprüfen der Seelsorgepraxis in den Krankenhäusern führen. Muss auf der Grundlage dieser Erkenntnisse nicht neu darüber nachgedacht werden, wer besucht wird und nach welchen Kriterien diese Auswahl getroffen wird? Worauf sollten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Krankenhäusern achten?

In seinem Vortrag wird Univ.-Prof. Gereon Heuft die Ergebnisse seiner Studie vorstellen und daraus fünf Konsequenzen für die Seelsorgepraxis in den Krankenhäusern zur Diskussion stellen.

Zu dieser Veranstaltung laden wir Seelorgerinnen und Seelsorger sowie interessierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den Krankenhäusern herzlich ein ebenso wie Verantwortliche in Verwaltung und Beiräten.

PD Pfr. Dr. Holger Böckel, AGAPLESION Institut Theologie-Diakonie-Ethik, Frankfurt/M.

Pfr. Lutz Krüger, Zentrum Seelsorge und Beratung, Friedberg / Evangelische Kirche in Hessen und Nassau

Pfr. Dr. theol. Kurt W. Schmidt, Zentrum für Ethik in der Medizin am AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS, Frankfurt/M.

Evangelische Akademie Frankfurt 

 

Programm

Mittwoch, 15. Februar 2017

10.30 Uhr  Ankommen / Kaffee

11.00 Uhr  Begrüßung und Einführung

PD Dr. Holger Böckel, AGAPLESION Institut Theologie-Diakonie-Ethik, Frankfurt/M.

Dr. Kurt W. Schmidt, Zentrum für Ethik in der Medizin, Frankfurt/M.

11.15 Uhr Vortrag: ›Not lehrt (nicht) beten‹

Ergebnisse der wissenschaftlichen Studie und Konsequenzen für Seelsorge, Klinikmitarbeiter/innen und Krankenhausorganisation

Prof. Dr. med. Dr. theol. Gereon Heuft

Direktor der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie, Universitätsklinik Münster

In seiner groß angelegten empirischen Studie hat erstmals der Arzt Gereon Heuft seine Patienten danach befragt, welche Rolle Religion und Spiritualität für sie in der Bewältigung ihres aktuellen Krankheits-geschehens spielen.

„Immer mehr Menschen erleben sich hinsichtlich ihres Selbstwertes ganz alleine auf sich zurückgeworfen. Dieser Druck zur Selbstoptimierung kann rasch zum Gefühl einer Unzulänglichkeit führen und die Lebenszufriedenheit massiv beeinträchtigen.“

Dabei trifft die „klassische“ Vorstellung nicht (mehr) zu, dass vor allem Kirchenmitglieder in ihrer Rolle als Patienten sich mit religiösen Fragen beschäftigen, sondern es sind durchaus auch bisher religiös eher Ungebundene. Es bedarf jedoch im Krankenhaus eines „neuen Blicks“  und neuer Kriterien, um auf jene Patienten gezielt zugehen zu können, die an einer religiösen Auseinandersetzung mit ihrer Krankheitserfahrung interessiert sind.

12.15 Uhr Diskussion 

13.15 Uhr Mittagsimbiss und weitere Aussprache

14.00 Uhr Ende der Veranstaltung 

Zur Anmeldung

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Suizid und Suizidprävention im Alter

Dienstag, 21. Februar 2017, 16.00 - 18.00 Uhr

Alte Menschen sind eine Hochrisikogruppe für suizidale Gedanken und Handlungen. Über 65-jährige Männer und Frauen haben die höchsten Suizidraten von allen Altersgruppen. Es sind besondere physische, psychische und soziale Belastungen im Alter, die sich zu dramatischen Krisen und suizidalen Handlungen zu-spitzen können. Tatsache ist, dass Aktivitäten der Suizidprävention, die möglichst früh einsetzen sollten, ältere Menschen noch viel zu selten erreichen. Die Bandbreite von Äußerungen älterer Menschen, nicht mehr leben zu wollen, ist groß und die Situationen, in denen sich die Betreffenden befinden, können sehr unterschiedlich sein. Was das für die Begegnung mit älteren Menschen in den verschiedenen Abteilungen eines Krankenhauses und in anderen Bereichen bedeutet, wird in dieser Fortbildung angesprochen. Dazu werden Erkenntnisse der Suizidologie und Suizid-prävention herangezogen sowie auf Handlungsmöglichkeiten und -grenzen eingegangen. 

Zu dieser interdisziplinären Fortbildungsveranstaltung laden wir alle interessierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den verschiedenen Abteilungen herzlich ein!

PD Dr. Rupert Püllen

Chefarzt der Medizinisch-Geriatrischen Klinik, AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS, Frankfurt/M.

Dr. Peter Wagner

Leitender Arzt der Abteilung Gerontopsychiatrie, Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS, Frankfurt/M.

Dr. Kurt W. Schmidt

Zentrum für Ethik in der Medizin am AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS, Frankfurt/M.

Leiter des Ethik-Komitees der AGAPLESION FRANKFURTER DIAKONIE KLINIKEN

 

PROGRAMM

15.30 Uhr  Ankommen / Kaffee

16.00 Uhr  Begrüßung und Einführung

PD Dr. Rupert Püllen

Chefarzt der Medizinisch-Geriatrischen Klinik, AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS, Frankfurt/M.

Dr. Peter Wagner

Leitender Arzt der Abteilung Gerontopsychiatrie

Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS, Frankfurt/M.

Dr. Kurt W. Schmidt

Zentrum für Ethik in der Medizin am AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS, Frankfurt/M.

16.10 Uhr Vortrag:

›Suizid und Suizidprävention im Alter‹

Dr. Uwe Sperling

I.     Medizinische Klinik, Geriatrisches Zentrum, Universitätsmedizin Mannheim

Dr. Sperling ist einer der beiden Sprecher der Arbeitsgruppe „Alte Menschen“ im Nationalen Suizidpräventionsprogramm für Deutschland (NaSPro)

„Suizidales Erleben ist gerade bei stationär geriatrischen Patienten ein fluktuierendes, inkonstantes Phänomen, das sich bereits während des Krankenhausaufenthaltes entaktualisieren kann.“

(aus: „Wenn alte Menschen nicht mehr leben wollen“. Arbeitsgruppe „Alte Menschen“ im Nationalen Suizidpräventionsprogramm/ Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention, 2015) 

18.00 Uhr Ende der Veranstaltung

 

 

Zur Anmeldung

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© Kheng Guan Toh / Fotolia #20537192Moral & Ethik

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